3. PLATZ BEI EM-PREMIERE
Sensationelles Ergebnis erzielte das neu formierte Nationalteam der
Herren bei den IISHF Inline-Skaterhockey Europameisterschaften in
Lugano, Schweiz, vom 13. bis 15. Oktober 2006. Beim Debüt des TEAM AUSTRIA konnte der 3. Platz hinter den
Inline-Skaterhockeygroßmächten Deutschland und Schweiz erreicht werden
und mit Mika Pierron auch einen Spieler für das All-Star-Team der EM
2006 stellen.
Ohne große Erwartungen reiste Österreichs Nationalteam rund um
Kapitän Philipp Steiner zu seinem ersten Großereignis. Erfahrung zu
sammeln und nach Möglichkeit den einen oder anderen Erfolg zu feiern.
Nach dem ersten Tag, konnte das Team Austria auch 3 Siege feiern,
das Team aus Großbritanien, Mitfavorit auf den EM-Titel, aus dem Rennen
schmeißen sowie Moral und starken Siegeswillen beweisen. Lob durch die
Gegner und Begeisterung bei den Zuschauern sowie der Habfinaleinzug
beim Premierenauftritt einer Österreichischen Nationalmannschaft bei
Inline-Skaterhockey Europameisterschaften waren die Belohnung. Mit einer starken Mannschaftsleistung über das gesamte Turnier,
verdiente sich das Team Austria nicht nur den Halbfinaleinzug, sondern
schafften das schier Unmögliche. Konnten eine auf der europäischen
Bühne arrivierte Mannschaft im kleinen Finale besiegen und sich somit
die Bronzemedaillen sichern. Ein historisches Ergebnis und beste
Werbung für unsere noch so junge Sportart, sowie die bevorstehenden
Europameisterschaften im eigenen Land, vom 21. bis 23. September 2007
in Steindorf, Kärnten.
TEAM AUSTRIA 2006:
01 Weissenböck Jürgen (HC Mad Dogs Wr. Neustadt, NÖ), 02 Plessl Stephan (Lunatic Hockey Team, Wien)
15 Steiner Philipp (Vienna 95ers WAT XX, Wien), 14 Prior Thorsten
(HC Mad Dogs Wr. Neustadt, NÖ), 13 Keider Gerald (RSG Leopoldstadt
Devils, Wien), 12 Konzett Thomas (RSG Leopoldstadt Devils, Wien), 07
Kuderer Klemens (Red Dragons Altenberg, NÖ), 17 Hobold Michael (Red
Dragons Altenberg, NÖ), 08 Oberhauser Stefan (Wolfurt Walkers, Vlbg),
18 Staribacher Dominik (Swinging Monkey Stockeraus, NÖ), 10 Jopp
Christian (ISV Tigers Stegersbach, Bgld), 03 Hrouda Michael (Vienna
95ers WAT XX, Wien), 16 Meyer Mario (Vienna 95ers WAT XX, Wien), 11
Freiberger Andreas (ISV Tigers Stegersbach, Bgld), 04 Majek Roland
(Rangers Pregassona, Schweiz), 05 Majek Juri (Rangers Pregassona,
Schweiz), 09 Pierron Mika (Red Dragons Altenberg, NÖ), 06 Majek Simon
(Rangers Pregassona, Schweiz), Beranek Thomas (HC Mad Dogs Wr.
Neustadt) Headcoach: Jan Prochazka
Manager & Coach: Jan Lebis
Betreuer: Helmut Remesperger, Elisabeth Keider
1.Spiel Grunddurchgang: ÖSTERREICH — DÄNEMARK 4:7
Erster Gegner, Dänemark, ein unberechenbares Team, das schon große
Erfolge feiern konnte, zuletzt den 3. Platz bei der EM 2005 in Kaarst,
D, belegte und 2006 sowohl bei den Herren als auch bei den Damen mit
Vesterbro Stars die Europacup-Sieger stellt. Nach einem zwischenzeitlichen 1:1 erwiesen sich die Dänen als
eine kampfstarke Mannschaft mit viel Erfahrung, die letztendlich
ausschlaggebend war. 4:7 aus Sicht der Österreicher, ein Ergebnis mit
dem man durchaus zufrieden sein konnte und vor allem konnte das Team
auf jeden Fall auf dieser Leistung aufbauen. Tore für Österreich: Zeit 3:21 Staribacher (Meyer), 6:15 Majek Simon (Majek Roland), 35:28 Staribacher, 35:54 Keider
Strafzeiten: 10:12 plus 10 min Disziplinartrafe für Österreich
2.Spiel Grunddurchgang: SCHWEIZ — ÖSTERREICH 14:2
Die Hausherren und Favoriten für den EM-Titel unterschätzten zu
Beginn die Neulinge aus Österreich und so konnte das Spiel in den
ersten 10 Minuten offen gestaltet werden. Doch musste das
Österreichische Nationalteam dem sehr hohen Tempo der Eidgenossen
Tribut zollen. Mit dem 3:1 für die Eidgenossen wurde der Widerstand
gebrochen. Schlag für Schlag konnten die Schweizer in den ersten 20
Minuten auf 7:1 davon ziehen. In der 2. Halbzeit bekam auch das junge
österreichische Talent Plessl Stephan seine Chance Erfahrungen zu
sammeln sowie sein Können zu beweisen. Die Schweizer präsentierten sich
dem heimischen Publikum auch weiterhin sehr stark und konnten mit
schnellem Spiel das Match zu jeder Zeit auch weiterhin kontrollieren. Endstand: 14:2
Tore für Ö: 1:10 Majek Roland (Majek Juri), 25:50 (Majek Roland)
Strafzeiten: 2:10
3.Spiel Grunddurchgang: GROSSBRITANIEN — ÖSTERREICH 4:5
Um die Chance auf den Aufstieg ins Halbfinale zu wahren, musste
gegen den Mitfavoriten auf den Turniersieg unbedingt ein voller Erfolg
her. Voll motiviert gingen Österreichs Herren in das Spiel und der
unbedingte Siegeswille war den Spielern in jeder Bewegung anzusehen.
Das respektlose Spiel überraschte die Briten und ließen die
Österreicher keinen Raum für das starke und schnelle Kombinationsspiel
des Gegners, mit aggressivem Forechecking und starker Defensive konnte
Großbritanien der Raum eng gemacht werden. Einen starken Rückhalt
leistete auch Nr. 1 im Österreichischen Tor, Weissenböck Jürgen, so
verzweifelten die Favoriten an der Leistung des Teams Austria und
konnten auch mit stark erhöhtem Offensivspiel und Druck auf des Tor von
Weissenböck das Spiel nicht mehr umdrehen. Mit starkem Spiel im
Penaltykilling und Powerplay sowie etwas Glück, Lattenschuß des
Britischen Kapitäns France in der letzten Spielsekunde, war die erste
Überraschung des Turniers perfekt. An diesem Spiel zerbrach das
Britische Team auch moralisch und konnten in den weiteren Spielen nicht
mehr überzeugen. Endstand: 4:5
Tore für Ö: 3:23 Pierron (Meyer), 5:02 Majek Juri (Majek Roland),
17:50 Freiberger (Hrouda), 19:52 Majek Juri (Majek Simon), 23:25
Staribacher (Pierron) Strafzeiten: 10:18 plus 2 x 10 min Disziplinarstrafe für GB
4.Spiel Grunddurchgang: DEUTSCHLAND — ÖSTERREICH 8:3
Der erste Titelfavorit und Titelverteidiger, Deutschland, war von
Beginn an eine Klasse für sich. Perfektes Kombinationsspiel mit einem
sehr schnellen und präzisen Passspiel sowie Übersicht in jeder
Situation des Spiels sind absolute Stärken der Deutschen Mannschaft,
die das Spiel gegen den EM-Neuling aus Österreich jederzeit
kontrollierten. Pausenstand 7:0 für den Titelverteidiger und
Tormanntausch auf Seiten der Österreicher. Junggoalie Plessl bekam eine
weitere Möglichkeit sein Können unter Beweis zu stellen. In der zweiten
Hälfte trauten sich Österreichs Teamspieler mehr zu und konnten sowohl
das Deutsche Tor gefährden als auch das Spiel in dieser Halbzeit
offener gestalten und diese sogar mit 3:1 gewinnen. Tore für Ö: 33:23 Konzett, 39:34 Prior, 39:38 Keider (Prior)
Strafzeiten: 2:12 plus 10 min Disziplinarstrafe für D
5.Spiel Grunddurchgang: ÖSTERREICH — POLEN 7:4
Mit viel Selbstvertrauen nach dem ersten Sieg gegen Großbritanien
ging das Team Austria in das Spiel gegen Polen. Polen, ein Team, das im
bisherigen Turnierverlauf tolle Leistungen zeigte. Eine Mannschaft mit
vielen erfahrenen Spielern und einigen jungen, die das Tempo im
Polnischen Spiel hoch halten konnten. Die Österreicher konnten jedoch
nichts verlieren und somit von Beginn an befreit aufspielen.
Verbessertes Positionsspiel und wie in den bisherigen Spielen, starkes
Penaltykilling sowie Powerplay und vor allem mehr Kraft in der 2.
Halbzeit ermöglichten den Pausenstand von 1:2 noch umzudrehen und einen
weiteren Sieg zu feiern. Endstand: 7:4
Tore für Ö: 3:03 Keider (Prior), 22:20 Majek Roland (Pierron),
24:40 Oberhauser (Kuderer), 27:47 Hobold (Keider), 29:25 Oberhauser
(Hobold), 34:22 Pierron (Majek Roland), 38:30 Konzett (Weissenböck) Strafzeiten: 15:17 plus 10 min Disziplinarstrafe für Österreich
6.Spiel Grunddurchgang: NIEDERLANDE — ÖSTERREICH 4:6
Das letzte Spiel im Grunddurchgang war sowohl für die Oranjes als
auch für die Österreicher ein Schicksalsspiel. Den besseren
Ausgangspunkt hatten die Niederländer, denn Österreich musste unbedingt
mit einem Torunterschied von mindestens +2 gewinnen um Chancen auf das
Halbfinale zu wahren und somit die absolute Sensation der EM 06 zu
schaffen. Niederlande, ein Team, das noch nicht zu den routinierten Teams
in der Inline-Skaterhockey-Szene gehört, jedoch ein erfrischendes,
schnelles Hockey im Verlauf der EM präsentierten. Mit Borke Erades
konnten Niederlande auch den besten Torhüter des Turniers, sowie mit
Stefan Collard ein All-Star-Team Mitglied bieten. Österreich, beflügelt durch die Ergebnisse gegen Großbritanien
und Polen, und durch die Möglichkeit auf den Halbfinaleinzug im ersten
EM-Auftritt begann das Spiel frecher. Daraus folgte eine schnelle 2 zu
0 Führung nach 2:39 min. In der 5 Spielminute konnten die „Oranjes“
zwar den Anschlusstreffer zum 1:2 erzielen, Kuderer stellte jedoch 2
Minuten später den alten Abstand von 2 Toren wieder her, 1:3. In der 8
und 17. Minute stellte jedoch der Niederländische Kapitän Collard auf
3:3 Pausenstand. Spannung auf der Österreichischen Spielerbank konnte man in der Pause spüren, denn die Chance auf Halbfinaleinzug war groß.
Die zweite Halbzeit sollte an Spannung nicht mehr zu überbieten
sein und wurde vor allem zum Spiel der Mitglieder des All-Star-Teams. Kurz nach der Pause stellte Collard mit seinem bereits 3. Tor in
diesem Spiel auf 4:3 für die Niederlande. Ein schwerer Schlag für das
Team Austria, der jedoch sehr schnell überwunden wurde und erarbeitete
sich das Team Chance für Chance, scheiterte jedoch immer wieder am
stark aufspielenden Niederländischen All-Star-Team-Goalie Erades. Der
Siegeswille der Österreicher konnte jedoch nicht gebrochen werden und
mit jeder abgewehrten Chance stieg der Druck auf das Niederländische
Tor. Die letzten 4 Spielminuten waren dann nichts mehr für schwache
Nerven. In der 37. Minute konnte Pierron den Ausgleichstreffer
erzielen, um aber die Aufstiegchancen zu wahren, waren weitere 2
Treffer notwendig. Zeit 37:41, 2 Strafminuten für Österreich und das
Match schien fast entschieden, doch 25 Sekunden vor Ende konnte in
Unterzahl Mika Pierron sein 3. Tor erzielen und auf 4:5 stellen. Die
Spannung in der Halle war zum Greifen, denn bei diesem Resultat wäre
Österreich „draussen“ und die Oranjes würde im Halbfinale stehen. Doch 11 Sekunden vor Ende erkämpft der von der Strafbank zurück
gekehrte Simon Majek den Ball und passt zu Mika Pierron der eiskalt zum
vierten Mal in diesem Spiel einnetzte. Die Österreicher feierten,
mussten jedoch abwarten, denn nur bei einem Sieg der Schweizer gegen
Niederlande wäre die Sensation perfekt… Endstand: 4:6
Tore für Ö: 1:45 Pierron (Majek Juri), 2:39 Oberhauser (Hobold),
6:56 Kuderer (Hobold), 36:55 Pierron, 39:35 Pierron, 39:49 Pierron
(Majek Simon) Strafzeiten: 15:14 plus 10 min Disziplinarstrafe für NED
7.Spiel Halbfinale: SCHWEIZ — ÖSTERREICH 8:1
Wie schon im Grunddurchgang waren die Schweizer absolute Favoriten gegen die EM-Neulinge.
Die Eidgenossen ließen auch keine Zweifel aufkommen und konnte das
Match zu jeder Zeit kontrollieren, obwohl die starke erste Schweizer
Linie geschont wurde. Kräfte schonend spielten die Schweizer auf und
Chancen, die sich den Österreichern boten bzw. die erarbeitet wurden,
konnten durch den sicheren Schweizer Schlussmann Lambelet zunichte
gemacht werden. Endstand: 8:1
Tor für Ö: 9:37 Oberhauser (Steiner)
Strafzeiten: 6:6
8.Spiel — Spiel um Platz 3: DÄNEMARK — ÖSTERREICH 1:3
Entgegen der ersten Begegnung wusste das Team Austria bereits, was
vom Gegner zu erwarten ist. Eine sichere Defensive und schnelles Spiel
in Richtung Dänisches Tor, sowie Strafen vermeiden, sollte das
Erfolgsrezept werden. Respektlos begann das Team aus Österreich, doch auch die
gegnerische Defensive wurde richtig engestellt. So gelang erst in der 9
Minute der 1. Treffer, durch Majek Simon und gleich 1 Minute später
konnte Oberhauser auf 2:0 erhöhen. Bis zur Pause gelang jedoch auf
beiden Seiten kein Tor mehr. Ein Kampf um jeden Zentimeter und jeden
Ball entwickelte sich. Nach der Pause versuchten die Dänen den Druck zu erhöhen und
konnten in der 25. Minute auf 1:2 verkürzen und die Spannung war wieder
greifbar. Dänemark wollte ihren 3. Platz aus dem Vorjahr verteidigen,
das Team Austria wollte unbedingt die Sensation schaffen und gleich bei
Premierenstart den 3. Platz bei einer Europameisterschaft erreichen. So war der Siegeswille der Österreicher höher und konnte immer
mehr die Kontrolle über das Spiel übernommen werden bis in der letzten
Spielminute Majek Simon den alles entscheidenden Treffer zu 3:1
erzielte und das Österreichische Team jubelte. Der Sieg war ihnen nicht
mehr weg zu nehmen. Tore für Ö: 8:22 Majek Simon (Majek Roland), 9:31 Oberhauser, 39:36 Majek Simon (Pierron)
An dieser Stelle einen herzlichen Dank an das Team für die
Leistungen und bewiesene Moral sowie ungebrochenen Siegeswillen, sowie
an alle die an diesem Erfolg im Hintergrund mitgearbeitet haben und das
Team unterstützt haben. Dankeschön | |